Zum Welttag des Buchs 2015 habe ich im Rahmen der Aktion ›Blogger schenken Lesefreude‹ das große Vergnügen das in meinen Augen wichtigste Buch des vergangenen Jahres zu verlosen – mit wohlwollender Unterstützung des Verlags C.H.Beck – für welche ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bedanken möchte: Thomas Piketty, Das Kapital im 21. Jahrhundert, 6. Auflage, München 2015.

Das Buch beschreibt und analysiert zunehmend global auftretende Missstände der Kapitalverteilung, die uns alle in absehbarer Zeit in tiefgreifende Probleme führen werden. Der französische Ökonom Piketty geht das Thema aus ökonomischer und historischer Sichtweise an und bietet konkrete Abhilfevorschläge. Eine erschütternde und zugleich aufrüttelnde Lektüre, die möglichst viel gelesen werden sollte – auch wenn die Lektüre Zeit und Mühe erfordert. Sie sind es wert.

Das Buch bietet sich aber nicht nur zur Verlosung an, weil es inhaltlich sehr lesenswert ist, sondern auch weil es als besonders gelungenes Beispiel hervorragender Verlagsarbeit vieles verkörpert, weswegen unser Kulturkreis einen Tag des Buchs feiert : großzügig und hervorragend gesetzt, mit 97 Grafiken und Tabellen versehen, mit Lesebändchen edel eingebunden, mit schönem Design nach Graciela Galup. Der schwierige Text wurde in ausgesprochen gut lesbares Deutsch übersetzt (von Ilse Utz und Stefan Lorenzer); das Buch wurde mit einem online verfügbaren Apparat ausgestattet (und versucht damit auch, mit der Zeit zu gehen, was man freilich zwiespältig beurteilen darf, s. u.); zudem war und ist der Verlag um ein besonderes Marketing bemüht. Kurzum: Wegen solcher Bücher feiern wir den Welttag des Buchs.

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Übrigens erscheint dieser Tage bei Beck ein Ergänzungsband von Piketty zum Thema Euro: Die Schlacht um den Euro. Interventionen

Jetzt soll der Übergang folgen zur Aufgabe des Gewinnspiels: Wie verbindet man die Themen ›Kapital‹ und ›Buch‹? Wer das Buch gewinnen möchte darf bis einschließlich 30. April 2015 in diesem Beitrag kommentieren und folgende Fragestellung beantworten:  Wieviel seid Ihr bereit, für ein (gedrucktes!) Buch in Euro auszugeben? Was muss das Buch leisten (Umfang? Ausstattung?) und welche Kriterien spielen eine Rolle bei der Entscheidung, ob das Buch den festgesetzten Preis wert ist (Bücher ohne Buchpreisbindung sollen außen vor bleiben)? Kurz ausgedrückt: Was ist (in Geld ausgedrückt) ein Buch wert? Mein Eindruck ist bisweilen, dass Bücher noch immer erstaunlich günstig sind (sieben Prozent Mehrwertsteuer, keine echten Marktbedingungen). Und wie wird der Preis für (gedruckte!) Bücher zukünftig aussehen? Werden sie womöglich in nicht ferner Zeit ein Luxusgut, vielleicht eine Rarität werden?

Als Gewinnerin wähle ich den besten Beitrag-Verfasser aus, Kriterien hierfür sind Umfang, Nachvollziehbarkeit der Argumentation, Sprache, Stil und formale Richtigkeit der Beiträge. Die Gewinnerin wird per E-mail informiert und hier bekanntgegeben. Anfang Mai wird die Gewinnerin dann das Buch Pikettys erhalten.